Strausberger Frauenporträts von A - Z 


G

Grubel, Caroline


 

 

               Grubel, Caroline

 

                  Hausfrau

 

                  geb.   am 18.04.1800 in Strausberg

                  verst. am 17.12.1877

 

 

Frau Caroline Grubel ist eine geborene Heller. In ihrer ersten Ehe war sie eine verheiratete Michaelis. Nach ihrer Scheidung ging sie mit Herrn August Ernst Grubel (1788-1851) eine erneute Ehe ein.

August Ernst Grubel war Kontrolleur des Brandenburger Landarmenhauses in Strausberg und ab 1839 Comissarius (Oberinspektor).

Das Porträt von Frau Caroline Grubel ist ein Gemälde des Landschaftsmalers Carl Daniel Freydanck (1811-1887), der ab 1848 in Strausberg lebte. Im Jahr 2010 wurde das Bild mit zwei weiteren Porträts von der Stadt Strausberg für das Stadtmuseum erworben. Alle drei Gemälde sind im Biedermeierzimmer des Stadtmuseums zu besichtigen.

 

Foto:          privat

Literatur: Ausstellung Stadtmuseum Strausberg


H

Hardel, Lilo


 

                         

                Hardel, Lilo

 

                            Schriftstellerin

 

                            geb.    am 22.06.1914 in Berlin

                            verst. am 26.08.1999 in Nonnevitz/Rügen

 

 

Frau Lilo Hardel lebte und arbeitete als freie Schriftstellerin mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Gerhard Hardel (1912-1984), in den Jahren 1951 bis 1969 in Strausberg. Die Familie bewohnte das Holzhaus in der Thälmannstraße 111 in der Vorstadt, was Gerhard Hardel als die kleine Romanfabrik des Schriftstellerehepaares bezeichnete.

Frau Lilo Hardel schrieb in ihren Strausberger Jahren zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, z.B. „Pieps und Hanna“, „Mariechens Apfelbaum“, „Die lustige Susanne“. Sie schrieb für ihre Töchter Claudia und Rose und für alle Kinder in der DDR. Als Autorin war sie Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR und wurde mit dem Nationalpreis, dem Vaterländischen Verdienstorden, dem Alex-Wedding-Preis sowie weiteren Würdigungen ausgezeichnet. Die Verbundenheit der Schriftstellerin mit Strausberg findet sich vor allem in dem im Jahr 1959 veröffentlichten Jugendbuch „Theater in der kleinen Stadt“ wieder, dessen Geschichte über eine junge Liebe in einer beschriebenen „Romanstadt“ viele Bezüge zu Strausberg aufweist. Von Strausberg zog das Schriftstellerehepaar nach Berlin. Später erwarb die Familie ein Haus auf Rügen, welches Frau Lilo Hardel in ihren letzten Lebensjahren bewohnte. Der Kinderbuchverlag gratulierte der Schriftstellerin zum 70. Geburtstag mit der Herausgabe eines ihr gewidmeten Buches mit dem Titel „Das Mädchen aus Berlin“.

 

Foto:          privat

Literatur: Schornsheim, Kurt: Prominente in ihren Beziehungen zu Strausberg, Akanthus-Mitteilungen 19/2007

                   Schwarze, Dr. Reiner:  Abhandlung „Das Mädchen aus Berlin“ in ihren Strausberger Jahren, 2000, Stadtmuseum Strausberg


J

Jahnke, Ingeborg


 

 

             Jahnke, Ingeborg

 

                    Verwaltungsangestellte

 

                     geb.    am 11.08.1921 in Graudenz

                        verst. am 09.07.1987

 

 

Frau Ingeborg Jahnke war in der Zeit von Juli bis September 1959 kommissarische Bürgermeisterin der Stadt Strausberg während der Beurlaubung des amtierenden Bürgermeisters Franz Hübner. Sie übernahm das Amt der kommissarischen Bürgermeisterin für die Stadt Strausberg nochmals in der Zeit von August 1964 bis Oktober 1965. Später war Frau Ingeborg Jahnke Bürgermeisterin in Herzfelde.

 

Foto:         Chr. Matthes/R.Barthel: Strausberger Markt- und Rathausgeschichte, Akanthus-Mitteilungen 24/2011

Literatur: Chr. Matthes/R.Barthel: Strausberger Markt- und Rathausgeschichte, Akanthus-Mitteilungen 24/2011


K

König, Ingeborg


 

 

                         König, Ingeborg 

 

                         Segelfliegerin

 

                          geb.     am 27.02.1914 in Altentreptow   

                             verst. am 02.03.2007 in Landau

 

 

 

Frau Ingeborg König, geborene Wetzel, kam als Kind nach Strausberg, als ihr Vater, Martin Wetzel,  eine Stelle als Pfarrer in St. Marien (1931 – 1936) antrat. Sie wurde Mitglied der Strausberger Frauensegelgruppe und erlernte das ABC des Fliegens am Schlächter-Berg. Ab 1935 studierte sie in Königsberg/Ostpreußen die Fachrichtungen Sport, Mathematik und Biologie und schloss sich dort der Segelflugabteilung des Hochschulinstituts an. Am 01.07.1937 vollbrachte Frau Ingeborg König unter ihrem Mädchennamen Wetzel in Palmnicken/Ostpreußen den Dauerweltrekord für Frauen von 18 ½ Stunden. Sie heiratete 1939 den Segelfluglehrer Reinhold König, mit dem sie nach dem Ende des II. Weltkrieges nach Landau/Pfalz zog. Sie gründete mit ihm die Fluggruppe des Landauer Aero Clubs.

 

Foto:          privat

Literatur: Reschke, Wolfgang: St. Marien und andere Gotteshäuser, 2006

                   Bukowski, H./Kleest, H.: Start und Ziel


N

Nitschke, Marie


 

 

         Nitschke, Marie

         

         Krankenschwester / Fürsorgerin

 

         geb.    1842

          verst. 1925 in Strausberg

 

 

Frau Marie Nitschke arbeitete in Strausberg als Krankenschwester und Fürsorgerin und war auch in der Provinzialschulanstalt tätig. Außerdem engagierte sie sich im Vaterländischen Frauenverein.

Verheiratet war sie, eine geborene Schmarbeck, mit dem Böttgermeister Otto Nitschke. Die Familie lebte in der Grünstraße 8 in der Strausberger Altstadt und hatte mehrere gemeinsame Kinder.

Frau Marie Nitschke war sehr bescheiden und nahm kein Geld für ihre Hilfeleistungen. In Strausberg genoss sie große Anerkennung und Beliebtheit.

 

Foto:         Strausberger Zeitung, 1925

Literatur: Klar, Herma, Archivbilder, 2004


R

Redlow, Margarete


 

                 Redlow, Margarete

 

                Angestellte, Heimleiterin

 

                geb. am 22.11.1901 in Prädikow

                  verst. unbekannt

 

Frau Margarete Redlow war in der Zeit von September 1952 bis Juni 1953 kommissarische Bürgermeisterin

der Stadt Strausberg während des Einsatzes des amtierenden Bürgermeisters Friedrich Blaube bei der Verwaltungs- und Strukturreform.

 

Foto:         Chr. Matthes/R.Barthel: Strausberger Markt- und Rathausgeschichte, Akanthus-Mitteilungen 24/2011

Literatur: Chr. Matthes/R.Barthel: Strausberger Markt- und Rathausgeschichte, Akanthus-Mitteilungen 24/2011


Rossner, Dr. med. Gertrud


 

    Dr. med. Gertrud Rossner

 

       Ärztin

 

       geb.    am 03.08.1903

       verst. am 18.03.1984

 

Frau Dr. med. Gertrud Rossner praktizierte als Kinderärztin fünfzig Jahre in Strausberg und Umgebung. Ihr Beruf war

ihre Berufung. Sie half, wann immer sie gerufen wurde und genoss ein hohes Ansehen in der Bevölkerung. Sie wurde

mit "Fräulein Doktor" angesprochen.

Ihr großes Engagement als Ärztin wurde im Jahr 1976 mit der Ernennung zur Ehrenbürgerin der Stadt Strausberg

gewürdigt. Die Seniorenwohnanlage in der Schulstraße 1, inmitten der Strausberger Altstadt, erhielt am 14.09.2006

den Namen "Dr. Gertrud Rossner Haus".

Frau Dr. med. Gertrud Rossner hat ein Ehrengrab der Stadt Strausberg auf dem Friedhof (St. Marien)

in der Berliner Straße 103 in Strausberg.

 

Foto: privat